Au
Revoir Taipeh
Anmerkungen des Regisseurs
Vor ein paar Jahren filmte ich in Taipeh und die Idee für AU REVOIR
TAIPEH kam mir während eines Gesprächs. Ich fuhr mit meinem
Cutter in der Hochbahn, die Stadt zog unscharf an uns vorbei, da drehte
er sich zu mir um und meinte: „Weißt du, Taipeh erinnert
mich sehr an Paris...“ Da ich gerade die Dreharbeiten für
meinen Kurzfilm „Mei“ beendet hatte, in dem ich besonders
die Romantik der verborgenen Ecken Taipehs zum Vorschein bringen wollte,
brachten mich die Worte des Cutters zum Nachdenken: Könnten wir
es schaffen, dieses Gefühl, das man mit Paris verbindet (das westliche
Ideal einer Metropole und die Stadt der Liebe), in einem Film widerzuspiegeln,
der komplett in Taipeh und in einer für diese Stadt ganz spezifischen
Welt spielt?
Während der letzten Jahre, in denen ich hier lebte und arbeitete,
habe ich viele junge Leute getroffen, die Taipeh unbedingt wegen der
Verlockungen des Auslandes verlassen wollen. Mit dieser Prämisse
im Kopf begann ich, eine einfache Geschichte zu entwickeln: Ein junger
Mann mit Liebeskummer will gerade aus Taipeh nach Paris reisen, als er
im Verlauf einer Nacht entdeckt, dass all das Aufregende, Inspirierende
und die Liebe, nach denen er sich sehnt, bereits direkt vor seinen Augen
liegen und er sich nur dafür öffnen muss.
Die Geschichte gab uns den idealen Rahmen, um eine einzigartige Sicht
auf Taipeh zu erschaffen, inspiriert von der Stadt und ihren Menschen,
und den Humor, die Romantik und die Absurdität des alltäglichen
Lebens aufzuzeigen. Wie die Reise des Protagonisten im Film bietet AU
REVOIR TAIPEH den Zuschauern die Chance, in die betörende Welt des
nächtlichen Taipehs einzutauchen, eine Welt der liebestrunkenen
Menschen vor der Kulisse einer Stadt, deren Magie und Schönheit
entdeckt werden will.
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